Öffnungszeiten:

dienstags
16:00-18:00 Uhr
donnerstags
10:00-12:30 Uhr

Nach Vereinbarung oder auf guten Glück!!!

Rückblick

Wir haben Berlin erobert!

Eingereicht von tess.bergqvist am 09. Jun 2017 - 10:00 Uhr

Bild 0 für Wir haben Berlin erobert!

Ein voll besetzter Bus aus dem Evangelischen Kirchenbezirk Emmendingen nahm gemeinsam mit 150.000 Menschen, vom 24. - 26. Mai, Berlin ein. Dort fand der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag (Dekt17) unter der Losung: „Du siehst mich“ (Lutherbibel: 1. Mos 16,13) statt. 

Nach einem sehr frühen Start (5 Uhr) und einer langen, staugefüllten Fahrt (14,5 Stunden) kam unser Emmendinger Bus kurz vor 20 Uhr endlich in Berlin an… Trotz, dass alle Müdigkeit spürten, war die Laune gut und die Erwartungen hoch und alle machten sich auf den Weg um den Abend in Berlin Mitte zu „begegnen“*.

Auf kleinen Bühnen, auf größeren Bühnen, an Straßenecken, auf der Straße,… überall gab es Musik, Tanz, Fröhlichkeit, Begegnung und Gesang. Obwohl wir den Eröffnungsgottesdienst auf Grund der vielen Staus verpasst hatten, konnten wir nicht anders, als den Abend miteinander und Berlin zu genießen. So gingen die Tage in Berlin weiter…

Jeden Morgen um 6 Uhr klingelte der Wecker im Gemeinschaftsquartier, duschen, frühstücken und los um rechtzeitig zu der gewünschten Bibelarbeit zu gelangen. Die Reise dorthin war lang oder noch etwas länger, da unser „Badenquartier“ sich in Köpenick befand, ca. 1 Stunde außerhalb von Berliner Mitte.

Jeder Tag stand unter verschiedenen Themen, mit verschiedenen Vorträgen, Workshops, Spielen, Tänze, Gottesdiensten, Gesprächen, Filme, Konzerten, Planspielen, Begegnungen, anderen Religionen, Impulse ... insgesamt gab es eine Auswahl von über 2.500 Möglichkeiten und alle passend zu der Losung des Dekts17: „Du siehst mich“.

Viele bekannte Gesichter gaben uns interessante Impulse und Blickwinkel dazu, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ehemalige US-Präsident Barack Obama oder Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Erzbischof Antje Jackelén, Erzbischöfin Ev.-luth. Kirche von Schweden, Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt und Gründer der Stiftung Humor hilft heilen, Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière MdB, Prof. Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann sowie viele andere…

Jeden Abend auf der Fanmeile vor dem Brandenburger Tor gab es tolle Konzerte mit Max Gisinger, Wise Guy, Yvonne Catterfield, Peter Falk und viele anderen.

Somit gab es jeden Tag etwas für Jeden, für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren, für Behinderte, für deutsche und für ausländische Besucher, für Christen, Muslime, Juden, Geflüchtete… alle waren willkommen und alle fühlten sich willkommen.

Nach drei vollen, tollen und inhaltsreichen Tagen in Berlin war es Zeit nach Wittenberg zu fahren, um dort den abschließenden Festgottesdienst vor den Toren der Stadt  „500 Jahre Reformation“ zu feiern. 

Angekommen, nach einem langen Spaziergang und Sicherheitskontrollen, unter einem wolkenfreien Himmel, auf den große Elbwiesen mit Blick auf Stadt- und Schlosskirche in Wittenberg, feierten wir „Angesicht zu Angesicht“ gemeinsam mit 120.000 Menschen, ein mit reformatorischem Geist in die Zukunft gerichteten Festgottesdienst, mit einer Predigt des südafrikanischen Erzbischofs Thabo Makgoba.

Martin Luther beendete damals vor dem Reichstag zu Worms seine Rede mit dem Worten: „Hier stehe ich und kann nicht anders,…“. Der Dekt17 wurde mit dem Worten von Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au beendet: „Hier stehen wir und wollen anders – Jetzt gehen wir und können anders.“

Mit diesen Worten im Kopf beendeten wir unsere Tage in Berlin und Wittenberg und liefen in der prallen Sonne wieder zum Bus, gefüllt und gestärkt, dass wir auf unserem Weg in die Zukunft den Blick auf unseren Nächsten richten, auch wenn es teilweise anstrengend sein kann, einen Mensch wirklich zu sehen. Aber wenn wir dies tun, einander wirklich sehen, „Angesicht zu Angesicht“, verändert es uns!

Tess Mutter,

Bezirksjugendreferentin,

Evangelisches Jugendwerk Emmendingen

*Der erster Abend heißt immer Abend der Begegnung.


Der Deutsch Evangelische Kirchentag, Dekt, wird alle zwei Jahre in einer anderen Stadt veranstaltet. Dieses Jahr, 2017, anlässlich des 500. Reformationsjubiläum, fand er erstmals an zwei Standorten statt: In Berlin und Wittenberg. Hier trafen sich über 100.000 Menschen aller Altersgruppen, mit unterschiedlicher Herkunft und Religion. Für jeden Dekt wird eine Losung aus der Bibel vom Präsidium beschlossen, die als Leitgedanke für alle Veranstaltungen gilt und sie orientieren sich auch inhaltlich daran. Der 36. Deutsch Evangelischer Kirchentag in Berlin / Wittenberg steht unter der Losung: „Du siehst mich“ aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 16, Vers 13.